St. Seb. Schützenverein Düsseldorf 1316 e.V.

Königsschießen

„Natürlich ist das auch ein bisschen Glück.“

 

Wolfgang Berney

 

Damit hatte André Dornbusch selbst nicht gerechnet. Der 32-jährige Mitarbeiter der Post wusste zwar, dass die Platte locker saß. Aber sie von der Stange zu holen, das war doch noch eine andere Sache. Und dann fiel sie tatsächlich. „Et war ein jeiles Geföhl“, sagte der neue Regimentskönig des St. Sebastianus-Schützenvereins von 1316 später, noch etwas blass, als ihn Schützenchef Lothar Inden und Vize Wolfgang Vollmer den Medien vorstellten. Und bescheiden fügte er hinzu: „Natürlich ist das auch ein bisschen Glück“. Später auf der Ehrentribüne im großen Schützenzelt war er immer noch sehr bewegt.

 

Großen Jubel gab es natürlich bei seiner Gesellschaft Königin Stephanie. Gleich mehrmals trugen seine Kameraden mit Marschmusik über den Festplatz, bis er sagte: „Jetzt ist es aber genug“, entfährt es ihm schließlich. Für seine Gesellschaft konnte der goldene Schuss nicht zu einem günstigeren Zeitpunkt kommen. Denn 2020, mitten in sein Königsjahr fällt ihr 125 jähriges Jubiläum.

 

Für Dornbusch erfüllte sich ein Kindheitstraum. Schützenkönig – das wollte er schon immer werden. Er ist seit 27 Jahren Mitglied im Schützenverein also fast sein ganzes Leben lang. In seinem Geburtsjahr war sein Vater Michael Regimentskönig. Die Karriere war also vorgezeichnet. Und schon als Sechsjähriger marschierte er mit im Schützenzug. In seinem Verein ist er ausgesprochen beliebt – auch wegen seiner Hilfsbereitschaft.

 

Im Zelt machte alle Düsseldorfer Heimatvereine der neuen Majestät ihre Aufwartung: Die Düsseldorfer Jonges, die Düsseldorfer Weiter, die Alde Düsseldorfer, die Altstädter Bürgergesellschaft und sogar das Comitee Düsseldorfer Carneval. Besonders fröhlich ging es am Tisch der Gesellschaft Königin Stephanie zu. Und immer wieder die Rufe: „Hoch lebe König André.“ Kerstin Eichenberg, seine Vorgängerin als Schützenmajestät gab ihm einen guten Rat. „Es wird ein wunderbares Jahr für dich. Nimm alle Termine wahr. Du wirst überall bei den Schützen in den Stadtteilen so herzlich empfangen wie hier.“ Das will Dornbusch auf jeden Fall tun.