St. Seb. Schützenverein Düsseldorf 1316 e.V.

Investitur am Rathaus

Jüngster Schützenkönig wurde inthronisiert

Peter Frank

In diesem Jahre wurde die Inthronisierung des Regimentsschützenkönigs des St. Sebastianus Schützenverein 1316 im Grupello-Saal des Rathauses vorgenommen. Obwohl es im Rücken des Jan Wellem (vom Fenster nur von hinten zu sehen) – er ist fast auf den Tag vor 300 Jahren gestorben – geschah, dürfte es in seinem Sinne gewesen sein, dass ein so junger Mensch die Königswürde trägt. Das sieht im Übrigen auch der 1. Chef Lothar Inden so: „Jan Wellem dürfte seine helle Freude an unserem jüngsten Schützenkönig haben, zumal er selbst auch zweimal Schützenkönig war.“ Als Christopher Tietz seinen Königsschuss abgab, wer er gerade 23 Jahre. „Er machte nicht nur einen bravourösen Schuss, sondern es war auch abzusehen, dass er sich hervorragend einsetzen wird“, sagt Inden. König Tietz machte überall eine gute Figur und verhielt sich immer vorbildlich, egal ob bei den angenehmen Verpflichtungen, sondern auch beim letzten Gang eines Kameraden. Lothar Inden sieht in ihm die positive Entwicklung der Schützen im Regiment. „Christopher ist ein gutes Beispiel für die jungen Menschen, nicht nur in unserem Schützenverein“, zeigt sich der 1. Chef erfreut über das Engagement des jungen Regimenskönigs.

Der junge Regent und seine Königin und Verlobte Michelle Wolfram schaffen es kaum, sich vom Fenster wegzubewegen. Sie sind ganz von den Ovationen des Regiments in den Bann gezogen. „Dieses Gefühl kann man nicht in Worte fassen“, meint er. „Es sind Emotionen und Erlebnisse, die man in dieser Form nicht wiederholen kann“, gibt die Königin ihre Gefühlslage preis. Beide sind zwar von dem in jeder Beziehung anstrengenden Königsjahr ziemlich geschafft, doch überwiegen die positiven Seiten dieses Stresses. Christopher Tietz ist sich bewusst, dass er diese „Strapazen“ nur geschafft hat, weil er Dieter Nagel zur Seite hatte. „Er hat sich so rührend um mich gekümmert“, sagt der König bewegt, „tägliche Telefonate, wie es mir geht, die Terminplanungen oder Besuche auf verschiedenen Veranstaltungen, machten mir dieses Königsjahr so einfach.“ In diesem Zusammenhang verweist Tietz, der im Zivilberuf Industriemechaniker ist, explizit auch auf die enorme Unterstützung durch den Vorstand der St. Sebastianus Schützenverein 1316 und Oberst Günther Pannenbecker. „Einen besonderen Dank an meine Kameraden von der Gesellschaft 10. Grenadiere Germania“, meint er und ergänzt, „ich möchte keinen Augenblick missen.“ Der sympathische Regent der Schützen richtet sich gerührt an seine Königin: „Vielen Dank liebe Michelle, dass Du all diese Strapazen in Kauf genommen hast!“

Für alle Anwesenden aus Politik, Brauchtum und Wirtschaft war diese Investitur eine bewegende Geschichte und wieder einmal der Höhepunkt des Jahres. Obwohl es für die Schützen und insbesondere für den König das Highlight ist, so weiß er doch, dass die Zeit sehr begrenzt ist – Glück ist nicht vergänglich aber dass was wir daraus machen vergeht. Schon ein paar Tage später ist der neue König schon ausgeschossen.

Mit dem großen Zapfenstreich bei ehrfürchtiger Ruhe im Karree endet die diesjährige, sehr emotionale Investitur. Das gesamte Regiment macht sich, nach Abmarschbefehl durch Oberst Pannenbecker, auf dem Weg zum Burgplatz, wo sich der Festzug auflöste.